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Ein Satz an Herrn Müller

Tannert, Elmar

ISBN 978-3-86913-763-6
256 Seiten
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Erscheinungsdatum: 21.03.2017
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Herr Müller ist Gestalter von Wohnräumen und Erfüller von Wohnträumen. Er nimmt sich Zeit, um das genau auf seine Kunden zugeschnittene Interieur zu entwerfen, das ihre Persönlichkeit widerspiegelt. An dem Schriftsteller jedoch, der ihm in einem gigantischen Monolog, einem einzigen langen Satz, die Ansprüche schildert, die sein ideales Domizil erfüllen müsste, kann Herr Müller nur scheitern. Denn als Wohnungsflüchter erfährt dieser Schriftsteller gerade an anderen Orten Inspiration und Hingabe an den Schaffensprozess. Unter welchen Bedingungen ist eine Künstlerexistenz heute überhaupt noch möglich, ohne in bittere Not und die gnadenlose Maschinerie von Literaturbetrieb und Markt zu geraten? Und könnten noch so einfühlsam gestaltete Räume wirklich Erlösung bringen für die schmerzvolle Sehnsucht, Rettung für den, der dazu verdammt ist, sich immer wieder unglücklich zu verlieben und das Herz brechen zu lassen?

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autor

Elmar Tannert, 1964 in München geboren, absolvierte ein Studium der Musikwissenschaft und Romanistik. Seit 2003 arbeitet er als freier Schriftsteller sowie u. a. beim Bayerischen Rundfunk. Bei ars vivendi erschienen von ihm Der Stadtvermesser (1998), Keine Nacht, kein Ort (2002), Ausgeliefert (2005) und die gemeinsam mit Petra Nacke verfassten Romane Rache, Engel! (2008), Blaulicht (2010) sowie Der Mittagsmörder (2012). Er erhielt 1999 einen Literaturförderpreis des Freistaats Bayern und den Kulturförderpreis der Stadt Nürnberg sowie 2001 den Kulturförderpreis des Bezirks Mittelfranken. 

Pressestimmen:

»[D]er Autor versteht es, sein Anliegen trotz der vielen Worte, die er zu Papier bringt, zu verdichten, ja ein wahres Prosa-Poem an Herrn Müller zu richten [...].«

Friedrich G. Stern, Nürnberger Zeitung

Tannert hat den Mut zu dieser Erzählform, sein Verlag den Mut, diesen Text zu veröffentlichen, was beides Anerkennung verdient. 

Schon allein deshalb ist der Roman empfehlenswert.

Wildleser Almanach Literarisches Panoptikum No. 2

»[Ein] unglaublich gute[r] Künstlerroman«

Bernd Noack, Nürnberger Nachrichten

»Der Wohnungsausstatter gestaltet reale Räume, der Schriftsteller Innenwelten – beides ineinander fließen zu lassen, ist eine geniale Idee.«

yukbook.me

»Ein langer Satz, in dem viele Fragen gestellt werden, der provoziert und analysiert und so beim Leser viele neue Impulse setzt.«

derachentaler.de

»[E]ine Art verbaler Krieg der Welten«

Plärrer


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