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Brandsätze

Roman

Cha, Steph

ISBN 978-3-7472-0115-2
336 Seiten
Lieferbar
Erscheinungsdatum: 29.07.2020
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EIN HOCH SPANNENDER, AUF WAHREN BEGEBENHEITEN BERUHENDER ROMAN UM POLIZEIGEWALT, RASSISMUS UND DEN AMERIKANISCHEN ALBTRAUM. Als die Polizei einen unbewaffneten schwarzen Teenager erschießt, brechen in Los Angeles Unruhen aus, die Erinnerungen an den Fall Rodney King wachrufen. Inmitten dieser aufgeheizten Atmosphäre müssen sich zwei Familien ihrer Vergangenheit stellen. Grace Park, 27, arbeitet in der familieneigenen Apotheke, ihre aus Korea eingewanderten Eltern haben ihr immer ein behütetes Leben geboten. Doch dann erfährt Grace, dass ihre Mutter vor dreißig Jahren Ava Matthews erschoss – sie hatte die junge Schwarze fälschlicherweise für eine Ladendiebin gehalten und kam vor Gericht mit einem sehr milden Urteil davon. Shawn Matthews, Avas Bruder, hat Politik und Protest inzwischen abgeschworen, doch die aktuellen Ereignisse brechen alte Wunden auf. Als ein weiteres schockierendes Verbrechen die Stadt erschüttert, wird Shawn mit der Frage konfrontiert, ob wirklich alle in seiner Familie ihre Dämonen im Griff haben ...

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autor

Steph Cha wurde 1986 im San Fernando Valley geboren und lebt heute als Schriftstellerin, Redakteurin und Kritikerin in Los Angeles.

Pressestimmen:

Immer neue Wut

»Brandsätze ist ein großer, finsterer Roman, der von den Versprechungen erzählt, die die Stadt macht und immer wieder bricht, der zeigt, wie Rassismus das Leben der Menschen vergiftet und wie fragil der soziale Frieden im Melting Pot Los Angeles ist.«

»In den USA ist Brandsätze bereits 2019 erschienen; die Ereignisse im Anschluss an den Tod von George Floyd im Mai dieses Jahres verstärken die Dringlichkeit dieser Erzählung über Rassismus und die verheerenden Langzeitwirkungen von Gewalttaten noch.«

Marcus Müntefering, spiegel.de

»Cha aber bringt eine neue, spannende ethnische Perspektive ein, in der keine Seite die gesellschaftliche Macht über die Deutungshoheit der Ereignisse hat.«

CulturMag

»Steph Cha wirft mit ihrem Debüt Brandsätze einen entlarvenden Blick auf die amerikanische Geschichte der Gewalt.«

Günter Grosser, Berliner Zeitung

»[Der Roman] ist komplex, durchdacht, die Familiengeschichten geschickt verzahnt.«

Sylvia Staude, Frankfurter Rundschau

»Zwar ist die Wut über die Tat spürbar, doch geht es der Autorin vor allem um Ausgewogenheit. Die Figuren, ihre Motive, ihre Gefühle beschreibt sie ohne Gewichtung, ohne Sentimentalität. Herausgekommen ist dabei eines der wichtigsten und beeindruckendsten Bücher des Jahres über Rassismus und Hass und deren Auswirkungen auf Einzelpersonen wie Gesellschaft.«

Kirsten Reimers, Büchermagazin

»ein brisanter und hochaktueller Kriminalroman aus den USA.«

»Mit bemerkenswertem Gespür für die Atmosphäre in Los Angeles, die komplexen Beziehungen innerhalb beider Familien und die vielfältigen Diskriminierungsebenen zeichnet Cha ein hoch spannendes Porträt des Lebens schwarzer sowie koreanischer Familien in den USA.«

»Cha vermeidet einfache Schuldzuweisungen und Kausalitäten und bleibt inmitten der großen gesellschaftlichen und politischen Fragestellungen perspektivisch und erzählerisch nah bei den Familien.«

Sonja Hartl, Deutschlandfunk

»Näher als mit diesem Roman kann man der amerikanischen Gegenwart derzeit nicht kommen. Steph Cha hat mit Brandsätze das Buch der Stunde geschrieben.«

»Wie diese mit ihrem Schicksal umgehen und mit der Frage von Schuld und Sühne hadern, das fängt die Autorin großartig ein.«

»hier ist hochaktuelle und grandiose Literatur auf Höhe der Zeit zu entdecken. Unbedingt anschaffen!«

Marius Müller, ekz Bibliotheksservice

»dieses Buch hat mich nachhaltig beeindruckt.«

»Cha erzählt voller Empathie und vor allem klischeefrei aus deren Leben, von der schwelenden Wut und dem Hass, von Furcht und Unterdrückung, vom Schweigen, das schwer lastet. Dabei ergreift sie nie Partei und weist zu keinem Zeitpunkt Schuld zu, sondern gibt beiden Familien eine Stimme.«

»Eine klare Leseempfehlung!«

A. Stiller

 »Steph Chas scharfsinniger, analytischer Kriminalroman«

»Dennoch verweigert sich die Erzählerin der Möglichkeit, hier einfach einen bluttriefenden Roman zur aktuellen politischen Situation zu erzählen. Ihre Schilderung ist verwickelter und verwundener, entfernt sich immer wieder von den Handelnden und hält auf die Kulissen«

»Es sind solche Details, die dem Buch eine Schärfe und Überzeugungskraft geben, die es weit über anteilnehmende und wohl recherchierte Berichte von der Peripherie der Gesellschaft hinausheben.«

Catrin Lorch, Süddeutsche Zeitung

Ein Schuss verändert alles

»Autorin Steph Cha gibt sich nicht mit einfachen Antworten zufrieden.«

»Schuld, Reue, Rache und Vergebung – darum dreht sich der mitreißende Roman der US-Autorin mit koreanischen Wurzeln. Cha interessiert sich für Opfer und Täter. Sie zeigt auf, wie leicht man von dem einen zum anderen werden kann, wie verschwimmend die Grenzen zwischen richtig und falsch sein können.«

»Über diese persönlichen Fragen hinaus schafft es die Autorin auch, zu zeigen, mit welchen Problemen die Gesellschaft in den USA zu kämpfen hat.«

Die Presse am Sonntag


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