Wodin, Natascha
Die gläserne Stadt


ISBN 978-3-86913-734-6
ca 300 Seiten

Lieferbar
Erscheinungsdatum: 14.03.2017
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20,90 EUR(A)

 

 

Die gläserne Stadt, das Buch, mit dem Natascha Wodin reüssierte, ist ein großer erzählerischer Wurf über das Fremdsein und eine Liebeserklärung an die Literatur. Die Protagonistin, eine junge Dolmetscherin, wächst als Tochter russischer Emigranten in einer verrufenen deutschen Nachkriegssiedlung für heimatlos gewordene Osteuropäer auf und lernt das Land ihrer Eltern nur durch die geistige Welt der Literatur kennen. Bei einer Lesung trifft sie den weit älteren russischen Schriftsteller L., dem sie verfällt. Mit ihm geht sie nach Moskau und erlebt wortgewaltige Nächte in seiner gespenstischen Luxuswohnung. Doch das Gefühl der Fremdheit bleibt – noch einmal reist sie mit ihm nach Deutschland zurück. Ein Roman über das uns unbekannte Russland.

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autor

Natascha Wodin wurde 1945 als Tochter sowjetischer Zwangsarbeiter in Fürth geboren und wuchs in Nachkriegslagern für Displaced Persons auf. Nach Jahren ein einem katholischen Mädchenheim, in dem sie nach dem Suizid ihrer Mutter untergebracht wurde, arbeitete sie zunächst als Telefonistin und Stenotypistin. Anfang der Siebzigerjahre absolvierte sie eine Sprachschule und gehörte dann zu den ersten Dolmetschern, die nach Aschluss der sogenannten Ostverträge für deutsche Firmen und Kultureinrichtungen in die Sowjetunion reisten. Später begann sie Literatur aus dem Russischen zu übersetzen, seit 1980 ist sie freie Schriftstellering. 1998 erhielt sie den Adelbert-von -Chamisso-Preis, 2015 den Alfred-Döblin-Preis. Seit 1994 lebt sie in Berlin und Mecklenburg.

Pressestimmen:

»[Der] Roman zeigt, wie sie [Wodin] in ihrem Schreiben an die Erfahrung der Fremdheit anknüpfte, um von dort aus frei zu erzählen«

Cornelia Geißler, Berliner Zeitung

»[Eine] mit vielen Preisen ausgezeichnete erzählerische Arbeit.«

Katharina Erlenwein, Nürnberger Nachrichten

»Die Sprache ist ein Abbild der Getriebenheit und Zerrissenheit der Erzählerin, furios drängt die Handlung nach vorne und lässt einem wenig Zeit zum Atemholen.«

libroscope.wordpress.com


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