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Ein Unding der Liebe

Fels, Ludwig
Nachwort von Kusz, Fitzgerald

ISBN 978-3-86913-414-7
1. Auflage
255 Seiten
Lieferbar
Erscheinungsdatum: 30.09.2014
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Westdeutschland, tiefste Provinz, die frühen Achtzigerjahre. Georg Bleistein, 27, Gehilfe in der Großküche eines Schnellrestaurants, lebt in einer kleinstädtischen Siedlung bei Tante und Großmutter. Er ist Bewohner eines Wohlfahrtsstaates, dessen Insignien Reihenhäuser, Kreissparkassen und Plastikblumen sind. Georg hat, oberflächlich und rein biologisch betrachtet, alles, was er braucht: Zu Hause wird er vollgestopft mit Essen und Trinken, er trägt wärmende Kleidung, hat ein Dach über dem Kopf. Und doch ist da ein tiefer Spalt, ein fundamentaler Mangel – Georg möchte lieben und geliebt werden, aber alle Versuche sind vergebens, münden im Konsum. Ein wütender, roher Roman von geradezu physischer Direktheit um einen sensiblen jungen Menschen und dessen Ausbruchsversuche aus einer betäubenden, aggressiven Welt. Mit einem Nachwort von Fitzgerald Kusz.

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autor

Ludwig Fels, 1946 im mittelfränkischen Treuchtlingen geboren, gestorben im Januar 2021, arbeitete in verschiedenen Gelegenheitsjobs, bevor er 1970 nach Nürnberg zog. Seit 1973 war er freier Schriftsteller. Er debütierte mit dem Lyrikband Anläufe, zahlreiche weitere Publikationen, Theaterstücke und Romane folgten. Ein Unding der Liebe befand sich 1981 monatelang an der Spitze der SWR-Bestenliste. Immer wieder veröffentlichte Fels auch Hörspiele und arbeitete für den ORF. Er wurde mit vielen Auszeichnungen bedacht, u. a. mit dem Leonce-und-Lena-Preis 1979, dem Preis der SWR-Bestenliste 1979 und dem Wolfgang-Koeppen-Preis 2004. Fels lebte seit 1983 in Wien.

Pressestimmen:

»Ein wütendes Buch, geschrieben von einem, der das Milieu, in dem Hoffnungslosigkeit und Einsamkeit den Ton angaben, kannte und sich selbst daraus befreien wollte«

Bernd Noack, Nürnberger Nachrichten

»Toll geschrieben, wuchtig und trotzdem sehr empfindsam«

Julia Hofmann, Bayerischer Rundfunk

»Fels’ Sprache ist brutal, drastisch und strotzt dennoch vor unerhörten und zarten Metaphern.«

Walter Buckl, Donaukurier


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