Liebe Freundinnen und Freunde des ars vivendi verlags,
als kleines Gegenprogramm zur Fußball-WM wollen wir uns heute ausdrücklich den noch schöneren Dingen des Lebens widmen – ganz im Sinne von »ars vivendi« und »la dolce vita«: Wir schauen nach Italien (weit weg vom WM-Thema) und in die landestypischen Kochtöpfe. Streng genommen gilt ja ganz Italien als Genussregion, diesen Gedanken hatte sicherlich auch Gennaro Contaldo, der beliebte italienische Koch und Autor, als er die Rezepte und Geschichten für sein aktuelles Kochbuch Italia Mia zusammentrug.
Gennaro nimmt uns darin mit auf eine kulinarische Reise durch Geschmäcker, Gerüche und Erinnerungen: von den bergigen Abruzzen, über die Inseln Sizilien, Sardinien und Ischia bis in den tiefen Süden nach Apulien und Kalabrien. Mit vielen Anekdoten und persönlichen Fotos taucht er tief in die italienische Kultur und die Landschaften ein, und erweckt fast vergessene Rezepte zu neuem Leben.
Ob »Anellini alla Pecorara«, »Frittelle Ubaldine« oder »Tromboncino« – alle Regionen besitzen ihre unverwechselbare Kultur, mit einzigartigen Gerichten voller Wärme und Gastfreundschaft, von raffinierten Pasta-Variationen bis zu aromatischen Saucen und verführerischen Dolci. Wir haben beim Durchblättern von Italia Mia die winzige sardische Insel Carloforte entdeckt und das von dort stammende Gericht »Sardischer Couscous mit Gemüse«. Das Rezept finden Sie unten.
Apropos Sardinien: Kennen Sie die spannenden Krimis von Jochen Brunow? Der Mann vom Meer ist der dritte Fall des auf Sardinien lebenden Berliner Ex-Kommissars Beckmann. Ein grausamer Fund an der Ostküste der Insel wirft Fragen auf: Ist der Tote, den Beckmann zufällig findet, auf tragische Weise verunglückt, oder war es Mord? Erneut wird der ehemalige LKA-Mann mit einem mysteriösen Fall konfrontiert, der ihn in seine eigene Vergangenheit zurückzuführen scheint.
Nach Die Chinesin und Verdeckte Spuren gelingt Jochen Brunow mit Der Mann vom Meer ein weiterer packender Kriminalroman, der deutsche Geschichte eng mit der Vergangenheit und Gegenwart Sardiniens verwebt, und der aktuell im Juli schon zum zweiten Mal auf der Krimibestenliste von Deutschlandfunk Kultur zu finden ist.
Wir wünschen Ihnen spannendes Lesevergnügen und hoffen, wir konnten Ihnen Appetit machen auf ein wenig »dolce vita«.
Ihre ars vivendis
Rezept für CASCA’ DI CARLOFORTE Sardischer Couscous mit Gemüse
Für 4 Personen
3 EL Pflanzen- oder Sonnenblumenöl zum Anbraten
1 große Aubergine, fein gewürfelt
2 EL Olivenöl, plus etwas mehr zum Beträufeln
1 Zwiebel, in feine Ringe geschnitten
350 g Blumenkohlröschen
½ TL Fenchelsamen
2 EL heißes Wasser
1 große Karotte, in Scheiben geschnitten und kurz vorgegart
130 g TK-Dicke-Bohnen
1 Dose (400 g) Kichererbsen, abgeseiht und abgespült
2 EL gemahlene Gewürzmischung, z. B.Kurkuma, Koriander,
Kreuzkümmel, edelsüßes Paprikapulver
250 g Minutencouscous
Abrieb von 1 unbehandelten Bio-Zitrone
natives Olivenöl extra zum Beträufeln
Das Pflanzenöl bei mittlerer bis hoher Stufe in einem tiefen Topf mit schwerem Boden erhitzen. Die Aubergine 5 Minuten im heißen Öl braten, bis sie gar und rundum goldgelb ist. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Das Olivenöl bei mittlerer Hitze in einem sauberen Topf heiß werden lassen und darin die Zwiebel anschwitzen, bis sie weich ist. Blumenkohlröschen, Fenchelsamen sowie 2 EL heißes Wasser hinzufügen und vermengen. Einen Deckel auflegen und alles 5 Minuten garen. Dann vorgegarte Karotten, Dicke Bohnen und Kichererbsen unterrühren und weitere 10 Minuten schmoren, bis das Gemüse gar, aber nicht zu weich ist. Die gebratenen Auberginenwürfel und 1 EL der Gewürzmischung untermischen und das Gemüse warm halten.
Den Couscous laut Packungsanweisung zubereiten. Dann mit einer Gabel auflockern und auf einen Servierteller geben. Das Gemüse darauf verteilen und mit der restlichen Gewürzmischung sowie dem Zitronenabrieb bestreuen. Mit etwas nativem Olivenöl extra beträufeln und servieren.
|