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Was Maisie wusste

James, Henry

ISBN 978-3-86913-699-8
1. Auflage
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Erscheinungsdatum: 28.02.2016
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Europa im ausgehenden neunzehnten Jahrhundert: In Wien verwendet Sigmund Freud zum ersten Mal den Begriff 'Psychoanalyse', und in London fährt unter dem Asphalt, auf dem sich die Kutschen voranschleppen, die weltweit erste U-Bahn. Lady Ida Farange ist eine überdrehte Dame von Welt auf der Suche nach einem Mann mit Geld; ihr Exmann Beale ist nach der Scheidungsschlacht ebenfalls knapp bei Kasse und außerdem ein notorischer Schürzenjäger. Zwischen den beiden Egoisten hin- und hergerissen wird Töchterlein Maisie; ein halbes Jahr bei der Mutter, ein halbes beim Vater - so lautet der Richterspruch. Die Eltern missbrauchen das Kind als Instrument ihres Hasses auf den jeweils anderen. Maisie erkennt, wozu sie benutzt wird, und legt sich eine Überlebensstrategie zurecht; sie stellt sich dumm, beobachtet aber scharf und taktiert selbst. Aus dem Blickwinkel des Mädchens erlebt der Leser einen Reigen aus Unmoral und Gier, den das kindliche Bewusstsein mit faszinierender Klarheit analysiert. Die Dekadenz der englischen Oberschicht im beginnenden Industriezeitalter und die Psyche eines Kindes, dessen Welt aus den Fugen gerät - das sind Henry James’ große Themen in diesem aufwühlenden Roman. Einer der bedeutendsten Romane des Jahrhundertautors in der brillanten Neuübersetzung von Gottfried Röckelein. Mit einem Nachwort von Angela Schader.

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Henry James (1843-1916), geboren in New York, war irisch-schottischer Abstammung und der Bruder des berühmten Philosophen William James. In Amerika und Europa aufgewachsen, ließ er sich zunächst in Paris, ab 1882 dann in England nieder. Von 1865 an schrieb er Kritiken und Kurzgeschichten für amerikanische Zeitschriften, und obwohl er den größten Teil seines Lebens in England verbrachte, blieb seine amerikanische Herkunft entscheidend für sein literarisches Schaffen. Immer wieder thematisiert er folgenreiche Konfrontationen naiver Amerikaner mit der traditionsbewussten und teilweise zynischen Welt Europas. In subtil-analytischem Stil entwarf James psychologische Studien meist sensibler Charaktere und deren zwischenmenschlicher Beziehungen. So schuf er ein Werk von Weltruhm, das im deutschsprachigen Raum noch zu entdecken ist.

Pressestimmen:

»Einer der kühnsten, einer der illusionslosesten und auch, wenn man so will, modernsten Romane im Oeuvre von Henry James«

Sigrid Löffler, Radio Bremen

»Zweifellos einer der bedeutendsten Schriftsteller überhaupt«

Ulrich Greiner, ZEIT

»Ein Gigant«

Ulrich Rüdenauer, taz

»Eine Meisterleistung der Sublimierung«

Christian Schröder, Tagesspiegel

»Mit bewundernswerter psychologischer Finesse und großem Einfühlungsvermögen folgt Henry James den Entwicklungsstufen seiner kleinen Heldin.«

Sigrid Löffler, rbb kulturradio

»Sein experimenteller Schreibstil, aber auch seine Themen sind immer noch absolut modern und zeitgemäß.«

Esther Willbrandt, Radio Bremen

»Ein Pionier in der Wiederentdeckung von Henry James ist der kleine Cadolzburger ›ars vivendi verlag‹.«

Wolf Ebersberger, Nürnberger Zeitung


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